Neu: Urnenbeisetzungen an Bäumen in Uckerath

(2.5.2018, ms) Seit Kurzem gibt es auf dem Friedhof in Hennef-Uckerath an der Lichstraße die Möglichkeit einer Urnenbeisetzung an Bäumen. Ausgewählt wurde ein Bereich auf dem Friedhof mit Blick auf das Siebengebirge. Gepflanzt wurden zunächst zwei Bäume, an denen jeweils bis zu 24 Urnen beigesetzt werden können. Aktuell ist dort Platz für zirka zehn weitere Bäume. Eine Bank lädt zum Verweilen ein. Auf übereinanderliegenden, sich um eine Edelstahlachse drehbaren Namenssteinen aus Steal Grey Granit, die insgesamt mit einem Sockelstein eine Steinsäule bilden, können die Namen und die Lebensdaten der Verstorbenen durch einen Steinmetz eingehauen werden. Jeder Baum erhält eine eigene Stele. Das Besondere: Diese Grabart ist pflegefrei. Die Pflege wird während der 25-jährigen Totenruhe vom Baubetriebshof übernommen.

Die Bestattungsart steht für Beisetzungen von Hennefer Bürgerinnen und Bürger sowie „Nicht-Hennefern“ zur Verfügung.

Diese Grabart gibt es bereits auf dem Friedhof Hennef-Rott. Die Resonanz ist dort groß.

„Aktuell gibt es eine verstärkte Nachfrage nach Urnenbestattungen und pflegefreien Grabarten. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wären bei entsprechenden Gegebenheiten auch Urnenbeisetzungen an Bäumen auf anderen Friedhöfen möglich. Durch die Einführung dieser neuen Grabart erhalten die durch die veränderte Friedhofskultur zukünftig entstehenden Freiflächen einen parkähnlichen Charakter, der den Erholungswert verstärkt“, sagte Johannes Oppermann, Leiter des Umweltamtes der Stadt Hennef.

Die Urnenbeisetzungen an Bäumen auf Friedhöfen ist eine Alternative zu dem in Kürze aufgrund mangelnder Kapazitäten wegfallenden Angebot von Beisetzungen im Ruhewald.

 

 




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